Lebendes Museum der Ovahimba
Seit Juli 2010 unterstützt die LCFN eine Gruppe Ovahimba im Kaokoveld, 10 km westlich der Himba-Hauptstadt Opuwo bei der Errichtung eines Lebenden Museums. Bei diesem Projekt steht nicht nur der Schutz der traditionellen Kultur im Vordergrund (die Ovahimba leben ja auch im heutigen Alltag noch sehr traditionell), sondern vor allem die faire Bezahlung.
Gewöhnlich werden durch Touristen besuchte Ovahimba für ihre kulturelle Dienstleistung in dem Sinne nicht bezahlt. Unter dem Vorwand, die Kultur durch Geld nicht zu verderben, schenkt man den Menschen in den besuchten traditionellen Dörfern Zucker, Tabak, Maismehl und sonstiges. Dies ist gängige Praxis und wird bis heute von allen Reiseveranstaltern in Namibia hingenommen und praktiziert. Ein beliebtes Argument ist, dass man die Ovahimba dadurch gern vom Alkohol abhalten will, der ansonsten gekauft wird. Dass auf Seiten der Himba nach einer solchen Bezahlung in Naturalien auch mal ein Sack Maismehl gegen eine Kiste Bier eingetauscht wird, wird dabei selten zur Kenntnis genommen.
Die Bezahlung durch Naturalien ist ein Umstand, den wir mit der Eröffnung des Lebenden Museums gern ändern möchten. Erstens soll es eine faire Bezahlung in einer Höhe geben, die der kulturellen Leistung angemessen ist und zweitens soll dadurch auch erreicht werden, dass die Ovahimba selbst entscheiden, wofür sie Geld ausgeben und den Umgang mit Geld im Allgemeinen praktizieren, denn ohne dieses kommt auch in Namibia kaum ein Mensch mehr aus.



Ovahimba

