Das Lebende Museum der Ju/'Hoansi-San wird unterstützt und empfohlen von der Living Culture Foundation Namibia (LCFN). Für weitere Informationen >>> www.lcfn.info
Das Lebende Museum der Ju/'Hoansi-San - Info
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Das Lebende Museum der Ju/Hoansi und die Living Culture Foundation

Der Erfolg der Ju/Hoansi in Grashoek machte das Konzept des Lebenden Museums zum Leitbild der Living Culture Foundation Namibia. Aus dem Grundverständnis dieses erfolgreichen Projektes leitete die Stiftung maßgebliche Basisprinzipien ihres zukünftigen Schaffens ab. Eigenverantwortlichkeit, Partizipation, Authentizität, ein geringer Finanzaufwand und die Kopplung der Erschaffung eines Einkommens an die Tradierung, lassen sich gut am Beispiel des „XAO-O JU/HUANSI GA“ nachvollziehen. Ohne dieses erfolgreiche Projekt würde es die Idee, eine gemeinnützige Organisation für die Erhaltung traditioneller Kultur zu gründen, heute nicht geben.

Die Basisprinzipien und Erfolgsansätze der Living Culture Foundation am Beispiel des Lebenden Museums der Ju/Hoansi

Das Lebende Museums in Grashoek entstand, wie schon erwähnt, durch eine Ideengebung von Außen, die durch den Lehrer Ghau N!aici sofort aufgegriffen, als Chance zur Armutsbekämpfung erkannt und an die Dorfbewohner Grashoeks weitergegeben wurde. N!aici schaffte es durch seinen Status als Autoritätsperson innerhalb der Dorfgemeinde einige Ju/Hoansi von dem Projekt zu überzeugen. Die so entstandene Gruppe der Projektträger führte in kompletter Eigeninitiative die Konzeption des Lebenden Museums durch. Die Ju/Hoansi waren verantwortlich für Gestaltung und Durchführung der Planung des Lebenden Museums, sowie für dessen Etablierung und Vollendung. Somit konnten sich alle beteiligten Personen mit dem Museum als neue Einnahmequelle identifizieren und mussten sich als Gruppe mit den organisatorischen Aspekten auseinandersetzen.

Werner Pfeifer stand der Gruppe als Berater zur Verfügung, war aber selber nicht vor Ort um den organisatorischen Ablauf zu überprüfen. Die Ju/Hoansi nahmen Pfeifers Ratschläge ernst, zum Beispiel, wenn sie sich in ungewohnten Situationen überfordert fühlten. Sie gewahrten aber stets ihre Selbständigkeit, indem sie externe Vorschläge zwar annahmen, diese aber stets innerhalb der Gruppe diskutierten und zur Zufriedenheit aller Projektträger umwandelten. Auch heute noch ist Vertrauensperson Pfeifer ein wichtiger Berater des Museums, ohne den interne Konflikte schwierig zu entschärfen wären.

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