Das Museum
Das Lebende Museum der Ju/'Hoansi-San wurde initiiert vom namibischen Tourguide Werner Pfeifer und dem Lehrer Ghau N!aici aus Grashoek und wird seit Juli 2004 selbstständig von den San betrieben und verwaltet. Das Museum besteht aus einigenHütten, aber eigentlich stehen nicht diese im Mittelpunkt sondern das Leben der San. Sie stellen ihre alte, fast vergessene Kultur in traditioneller Kleidung inmitten eines schön rekonstruierten Nomaden-Dorfes aus alten Tagen dar. Dabei legen besonders die zwei Dorfältesten sehr großen Wert darauf, dass die alte Jäger-und-Sammler-Kultur genau so wie früher und so authentisch wie möglichst präsentiert wird.
Drei Gewinne
Das Lebende Museum bietet den San gleich drei entscheidende Vorteile. Erstens ist es eine gute Einnahmequelle für die in großer Armut lebenden Dorfbewohner. Ungefähr 100 Ju/'Hoansi haben einen regelmäßigen Verdienst, bis zu 1000 Dorfbewohner profitieren vom Schmuckverkauf im Craftshop. Zweitens beschäftigen sich die San wieder mit ihren Wurzeln und arbeiten so dem Vergessen kultureller Werte entgegen. Das Museum funktioniert also auch als eine Art Schule für Geschichte und Kultur. Drittens steht das Lebende Museum für einen regen interkulturellen Austausch. Viele Menschen beschäftigen sich im Rahmen dieses Museums mit der Kultur der San und beginnen zu verstehen, was die einzigarten Menschen so besonders macht! Die vielen Besucher geben den San Selbstbewusstsein und auch die Jungen entwickeln ein Gefühl des Stolzes für ihre ursprüngliche Kultur. Vielleicht können sich die für soziale Probleme leicht empfänglichen San so selbst helfen und aus der größten Not herausfinden.
Campingplatz & Craftshop
Neben dem Open-Air Museum gibt es einen einfachen, auf einer schönen Lichtung gelegenen Campingplatz im Bushcamp-Stil ohne Elektrizität undmomentan auch noch ohne Wasseranschluss. Die Übernachtung kostet 25 N$ pro Person, ein Bündel Feuerholz gibt es für 20 N$.
Das Museum besitzt einen Craftshop, der viele Schmuckstücke aber auch Werkzeuge, Instrumente und alltägliche Gegenstände der San anbietet. Durch den Kauf von Waren wird das ganze Dorf unterstützt, denn jeder Bewohner von grashoek kann dort Kunsthandwerk verkaufen.




