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Ovahimba Living Museum Eröffnung

Museums-Opening-Ovahimba

Neben den bereits seit einiger Zeit erfolgreich bestehenden „Lebenden Museen“ der Mafwe, Mbunza, Ju/'Hoansi und Damara wurde am 5. November 2016 das nunmehr sechste „Lebende Museum“ der Living Culture Foundation Namibia (LCFN) in Namibia feierlich eröffnet.

Damit sind die Ovahimba die fünfte Volksgruppe, die mit einem eigenen „Lebenden Museum“ in Namibia Besucher zum Kennenlernen ihrer Kultur einlädt.

Was mit einer gemeinsamen Idee begann, konnte mit viel Fleiß, Schweiß und der bereits bewährten konzeptionellen Hilfe durch die LCFN in relativ kurzer Zeit in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Besonders der guten Zusammenarbeit der LCFN mit John Tjipurua, dem Manager des Museums ist es zu verdanken, dass die Eröffnung des Museums am 5.November zum Erfolg für alle Beteiligten und zu einem wunderbaren Erlebnis wurde.

Das Lebende Museum der Ovahimba

Das Museumsdorf liegt eingebettet in eine kleine Bergkette 40 km nördlich von Opuwo, für Kenner strategisch günstig auf der C43 in Richtung den Epupa Wasserfällen. Mit einem eigenen Campingplatz umrahmt von zwei kleinen Höhlen und einem gigantischen Baobab, ist die Lage einzigartig. Im Westen legt sich das Kaokoveld zu Füßen.

Das Museumsdorf wurde der traditionellen Struktur eines Himbadorfes vor der Kolonisierung folgend errichtet, da Authentizität bei der Realisierung und dem Betrieb der Lebenden Museen im Vordergrund stehen. Umringt von einem kreisförmigen Zaun aus Kameldornbüschen reihen sich etwa 12 große und kleine Hütten mit der wunderschönen Hauptfrauenhütte gegenüber des Haupteinganges aneinander. Zwischen dieser und dem Viehkraal (der kleinen Koppel für die Ziegen und Kühe) liegt die Stelle des „Heiligen Feuers“, welches niemals erlöschen darf und die Verbindung zwischen den lebenden Mitgliedern der Gesellschaft und den Verstorbenen aufrecht erhält. Zwischen den kleinen Hütten wurden Unterstände errichtet unter denen Maismehl gemahlen, Leder gegerbt oder Gefäße getöpfert werden. Außerhalb des Dorfes zeigt der Schmied sein Können. Zum jetzigen Moment wird das Museum von ca. 40 Akteuren unterschiedlichsten Alters betrieben. Die meisten von ihnen konnten bereits in der vergangenen Zeit Erfahrung mit dem Umgang mit Besuchern machen.

Vorbereitungen zur Eröffnung

Bereits 2 Tage vor der Eröffnung reiste eine Gruppe bestehend aus 8 LCFN Mitgliedern (unter ihnen auch Ralf Kühn und Sebastian Dürrschmidt, den beiden Vorsitzenden der LCFN) aus Deutschland, Namibia, der Slowakei und der Tschechischen Republik in das Kaokoveld, um bei den letzten Vorbereitungen zu unterstützen und sich einen abschließenden Überblick über die Einrichtungen des Museumsdorfes und den geplanten Aktivitäten zu verschaffen. Aus Windhoek brachte man dafür mit einem großen Anhänger 6 bedruckte Schilder unterschiedlicher Größe mit zum Museum. Diese mussten noch vor der Eröffnung angebracht werden, was sich bei den trockenen und steinigen Bodenverhältnissen als ein etwas schwieriges Unterfangen darstellte. Pünktlich zur feierlichen Eröffnung standen die Schilder dann und es kamen bereits in den ersten Stunden nach Aufbau einige Interessierte zum Museumsdorf.

Zur Eröffnung statteten neben den LCFN Mitgliedern auch 2 Reporter, eine Vertreterin der ATC, eine der größten Reiseagenturen Namibias, und eine erste Reisegruppe dem Museum einen Besuch ab.

Karoline, Mitarbeiterin von „Hitradio Namibia“ führte Interviews mit allen Beteiligten und fügte das gesammelte Material zu einem kurzen und aussagekräftigen Bericht zusammen. Dieser wurde bereits einige Tage später mehrmals im Radio präsentiert.

Die Eröffnung

Gegen 11.30 Uhr starte die Einweihung mit einer ausgiebigen Einführung in die Geschichte und das allgemeine Leben der Ovahimba durch Manager John, der gleichzeitig als Museumsführer fungiert. Nach der Erklärung zur Bedeutung und Nutzen des zentralen Viehkraals hatten die Besucher die Möglichkeit, sich beim Ziegenmelken auszuprobieren.

 

Kurz danach wurde auch seitens der Museumsdarsteller das Museum offiziell eröffnet. Dafür wurde eine Kuh, welche die LCFN sponsorte, rituell geopfert. Eine nicht alltägliche Erfahrung für die meisten der Angereisten. Beim Zerlegen wurden sie Zeugen einer alten Tradition, des Lesens der Zukunft in den Eingeweiden des Tieres. Zu hoffen bleibt dabei, dass nicht alles was gedeutet wurde, auch eintreffen wird.

Nachdem das Tier zerteilt und seiner Bestimmung zugeführt worden war, wurden die Gäste in die Schmiedekunst eingeführt. Die Schmiede liegt wie in Namibia üblich etwas außerhalb des Dorfes, denn die Schmiedekunst gilt als etwas Geheimes, was nicht mit den Besuchern des Dorfes geteilt werden darf.

Mit der anschließenden Buschwanderung wurden Bedeutung und Nutzen vieler verschiedener Pflanzen und Bäume erklärt.

Auch das traditionelle Herstellen von Schmuck und das Schnitzen wurden gezeigt. Und bei allen Aktivitäten war es möglich für die Anwesenden alles selbst auszuprobieren, das beste Mittel, die Kultur der Himba wirklich und hautnah zu erleben.

Als Höhepunkt kann hier nur der Gesang und die Tänze genannt werden. Jeder einzelne Besucher wurde genannt und in einer kleinen Geschichte tanzend und singend vorgetragen.

Die Interaktivität und das reichhaltige Angebot an Dingen, die man erfahren und lernen kann, zeichnet dieses „Lebende Museum“ aus.

Das Angebot, was den Besuchern geboten wird, ist riesig und wird durch die Motivation aller Darsteller mit vielen guten Impressionen und Emotionen gefüllt. Man begibt sich in eine andere Welt und taucht in ihr ab.

Mit der Gestaltung des Dorfes und der Einhaltung der Richtlinie „Authentizität“ haben alle Beteiligten gute Arbeit geleistet. Besonders bemerkenswert ist auch, dass sich alle Ovahimbamänner ernsthaft und fleißig am Projekt beteiligen. Dies ist ein wichtiger Baustein, der zum Erfolg des Museums beitragen wird. Seit den ersten Gesprächen mit John hat sich die Gruppe der Akteure des „Lebenden Museums“ um neue Leute erweitert, wobei der alte Stamm dabeigeblieben ist. Dies ist gut, da es zeigt, dass die Teilnehmer an dieses Projekt glauben und auch Vertrauen in das Konzept und den Manager haben.

Mit dem sich anschließenden sehr schönen Campingplatz „Omungunda“ haben alle Gäste die Möglichkeit auch mehrere Tage mit den Himba zusammen zu verbringen. Bei der Menge an angebotenen Aktivitäten ist dies auch ratsam.

Abgeschlossen wurde der erfolgreiche Eröffnungstag mit ein paar kurzen Dankessätzen beider Seiten. Von jetzt an liegt der Erfolg allein in den Händen aller Museumsangestellten.

Es ist ihnen von Herzen zu wünschen.

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Tsamkxao

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Juhoansi

The Living Museum of the Ju/'Hoansi is Namibias first Living Museum

  • Opening: 2004
  • Culture: Hunter-Gatherer Culture of the San
  • Highlights: "Action Day" - 4 hours interesting introduction into the culture of the San
  • Setup: Many gras huts in great nature, campsite and craftshop
Grashoek Apollo

"... Our Living Museums has 76 actors at the moment. All actors are very happy with the work they are doing. The aim of our Living Museum is to develop the Grashoek community. Its is also a school where the elders teach the young people about culture..."

Apollo, Manager of the Ju/'Hoansi-San Living Museum

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Mafwe

The Living Museum of the Mafwe in the Caprivi, situated under huge Baobab trees

  • Opening: 2008
  • Culture: Bantu culture of the Mafwe, influenced especially by fishing and farming
  • Highlights: "A day together with the Mafwe" - 4 hours of interactive program
  • Setup: Kraal, several clay huts, traditional kitchen, bush campsite & craftshop
Mafwe Elizabeth

"... The Mafwe Living Museum has 38 permanent workers and 12 students at the moment. We realized that we must share our culture and the Living Museum is the right tool to do that because the Mafwe people are happy and proud about their culture! ..."

Elizabeth Madima, Manager of the Mafwe Living Museum

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Damara

The Living Museum of the Damara close to Twyfelfontein, reconstruction of the "lost" culture of the Damara

  • Opening: 2010
  • Culture: Traditional culture of the Damara
  • Highlights: "Traditional Life" - 1 hour entertaining program
  • Setup: Kraal, several wooden huts, pharmacy, blacksmith, craftshop
Damara Hans

"... The Damara Living Museum has 30 actors and is called "Taotatide" in our language which means "we are proud of our culture". The actors are happy and very proud of their job. In the future we want to start a campsite and further improve our Living Museum..."

Hans-Bernhard, Manager of the Damara Living Museum

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LittleHunters

The Hunter's Living Museum - the only museum offering a real traditional hunt in the wilderness together with the San

  • Opening: 2010
  • Culture: Hunter-gatherer culture of the Ju/'Hoansi
  • Highlights: "3 Days in the wild" - several days intensive educational program
  • Setup: Several gras huts, campsite, craftshop
Hunters Ksamkxao

"... We have 25 actors in our museum. When the visitors come to see and understand our culture, the guests but also our children learn about the old traditions which is very important for our community. ..."

Tsamkxao, Manager of the Living Hunter's Museum

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Mbunza

The Living Museum of the Mbunza at Lake Samsitu, reconstructing the "old Africa"

  • Opening: 2012
  • Culture: Bantu culture with main focus on fishing
  • Highlights: "A Day together with the Mbunza" - 4 hours cultural program
  • Setup: Several traditional huts inside a large traditional village, kitchen, blacksmith, craft shop
Mbunza Sebron

"... Our Living Museum which has 25 people is a good tool to let people understand the value of our culture, where we come from and where we can go. We are proud of our culture and are happy to learn about people from all over the world who are visiting us. ..."

Sebron Ruben, Manager of the Mbunza Living Museum

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Ovahimba

The Living Museum of the Ovahimba north of Opuwo in the Kaokoveld

  • Opening: 2016
  • Culture: Unique semi-nomadic Bantu culture
  • Highlights: 5 hours "Spend a day with us" program
  • Setup: Large homestead including main hut, holy fire, life stock kraal
Ovahimba John

"... We have 32 actors in our museum. We were able to discover the old and lost traditional Ovahimba culture. The Living Museum is very succesful and the actors are benefitting from it directly and indirectly thorugh the selling of crafts very much ..."

John, Manager of the Ovahimba Living Museum

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Juhoansi

Das Lebende Museum der Ju/'Hoansi - Namibias erstes Lebendes Museum

  • Eröffnung: 2004
  • Kultur: Jäger- und Sammler-Kultur der San
  • Höhepunkte: "Action Day" - 4 Stunden intensives Kennenlernen der faszinierenden Kultur
  • Setup: Mehrere Grashütten, Campingplatz, Craftshop
Grashoek Apollo

"... Unser Lebendes Museum hat 76 Akteure im Moment. Alle Leute sind zufrieden mit der Arbeit im Museum. Das Ziel unseres Museums ist es, die Gemeinschaft in Grashoek zu entwickeln. Daneben ist es eine Schule, wo die Ältesten die Jungen unterrichten..."

Apollo, Manager des Lebenden Museums

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Mafwe

Das Lebende Museum der Mafwe im Caprivi unter Baobabbäumen

  • Eröffnung: 2008
  • Kultur: Fischerei- und Farmerkultur der Mafwe
  • Höhepunkte: "Ein Tag zusammen mit den Mafwe " - 4 Stunden interaktives Programm
  • Setup: Kraal, Mehrere traditionelle Lehmhütten, traditionelle Küche, Busch-Campingplatz, Craftshop
Mafwe Elizabeth

"... Das Mafwe Museum hat 38 permanent angestellte Aktuere und 12 Studenten im Moment. Wir haben verstanden, dass wir unsere traditionalle Kultur teilen müssen und das Lebende Museum ist der richtige Ansatz dafür, weil die Mafwe stolz auf ihre Kultur sind!..."

Elizabeth Madima, Manager des Mafwe Living Museum

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Damara

Das Lebende Museum der Damara bei Twyfelfontein - Rekonstruktion der "verlorenen" Damara Kultur

  • Eröffnung: 2010
  • Kultur: Jäger- und Sammlerkultur der Damara
  • Höhepunkte: "Traditionelles Leben" - 1 Stunde kurzweiliges Programm
  • Setup: Kraal, Mehrere traditionelle Hütten, Apotheke, Schmiede, Craftshop
Damara Hans

"... Das Damara Museum hat 30 Akteure. Wir nennen es "Taotatide" in unserer Sprache, was soviel bedeutet wie "Wir sind stolz auf unsere Kultur". Die Akteure sind glücklich und stolz auf ihre Arbeit. Für die Zukunft planen wir einen Campingplatz und weitere Verbesserungen im Museum..."

Hans-Bernhard, Manager des Damara Living Museum

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LittleHunters

Als einziges Museum bietet das Little Hunter's Museum die Möglichkeit zu einer traditionellen Jagd

  • Eröffnung: 2010
  • Kultur: Jäger- und Sammlerkultur der San
  • Höhepunkte: "3 Tage in der Wildnis" - mehrtägiges, intensives Kennenlern-Programm
  • Setup: Mehrere Grashütten, Campingplatz, Craftshop
Hunters Ksamkxao

"... Wir haben 25 Akteure in unserem Museum. Wenn die Besucher kommen, um unsere Kultur zu sehen und zu verstehen, lernen die Gäste über unsere alten Traditionen, aber auch unsere Kinder, was sehr wichtig für unsere Gemeinschaft ist. ..."

Tsamkxao, Manager des Living Hunter's Museum

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Mbunza

Das Lebende Museum der Mbunza am Samsitu See, das alte Afrika am Okavango rekonstruiert

  • Eröffnung: 2012
  • Kultur: Bantukultur mit Schwerpunkt Fischerei
  • Höhepunkte: "Ein Tag mit den Mbunza" - 4 Stunden Intensiv-Programm
  • Setup: Mehrere traditionelle Hütten im Kraal, Küche, Werkstätten, Schmiede, Craftshop
Mbunza Sebron

"... Unser Lebendes Museum, bei welchem 25 Leute arbeiten, ist eine gute Möglichkeit, den Besuchern den Wert unserer Kultur zu verdeutlichen, woher die Mbunza kommen und wohin sie gehen. Wir sind stolz auf unsere Kultur und auch glücklich etwas über die Besucher aus aller Welt zu lernen..."

Sebron Ruben, Manager des Mbunza Living Museum

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Ovahimba

Das Lebende Museum der Ovahimba nördlich von Opuwo

  • Eröffnung: 2016
  • Kultur: Einzigartige halbnomadische Bantukultur
  • Höhepunkte: 5 Stunden Ganztagsprogramm
  • Setup: Großes Gehöft inklusive Hauptfrauenhütte, Heiliges Feuer, Viehkraal
Ovahimba John

"... Wir haben 32 Akteure in unserem Museum. Wir haben es geschafft, die alte Ovahimbakultur wiederzubeleben. Das Lebende Museum ist sehr erfolgreich und die Akteure profitieren direkt und indirekt, zum Beispiel durch Schmuckverkauf..."

John, Manager des Ovahimba Living Museum

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