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Neues Ovahimba Projekt

Neues Ovahimba Projekt

Auf einer Projektreise Anfang September, konnte die LCFN das Konzept der Lebenden Museen einer Gruppe Ovahimba im Norden Namibias verdeutlichen und konnte so den ersten Schritt in Richtung Aufbau eines Lebenden Museums machen.

Projektbericht von Sebastian Dürrschmidt

Am 12.07.2015 erhielt die LCFN eine Email von John Tjipurua, einem jungen Herero, der in Omungunda, nördlich von Opuwo (hoch oben im Norden Namibias) wohnt. John sei dabei ein Lebendes Museum mit einer Gemeinschaft von Ovahimba aufzubauen. Er war durch ein Treffen mit 2 Buschleuten aus Grashoek auf diese Idee gekommen und hatte wenig später Werner Pfeifer in Windhoek getroffen, der ihm kurz das Konzept erläuterte. Nach Erhalt der Email rief die LCFN bei John an und dieser erwies sich als sehr motivierter junger Kollege. Es wurde beschlossen eine Exkursion nach Omungunda zu machen. In Omungunda angekommen, begrüßte uns John herzlich und zeigte uns die Höhle mit Felsmalereien an seinem Campingplatz und den dahinter befindlichen riesigen Baobab (Affenbrotbaum). Es gab kurz Zeit, sich kennenzulernen und den nächsten Tag zu besprechen. John Tjipurua ist ein junger, gebildeter und sehr dynamischer Herero, der einen Campingplatz in Omungunda leitet. Er ist von der Idee des Lebenden Museums begeistert und hat das Konzept des Lebenden Museums anscheinend gut verinnerlicht.

Konzepterklärung

Nach einer kurzen Bekanntmachung und Vorstellung am nächsten Morgen erläuterten wir detailliert das Gesamt-Konzept des Lebenden Museums (Struktur, Ziele, Regeln, finanzielle Funktionsweise, Rolle der Community und Rolle der LCFN). Auffallend war, dass es relativ viele Zwischenfragen gab und insbesondere bei den Finanzen, beim Prinzip der Eigenverantwortung und der Rolle der LCFN Klarheit geschafft werden wollte. Die anwesende Gemeinschaft selbst war eine sehr gute Mischung aus Jung und Alt, Männer und Frauen. Die Frauen waren sehr traditionell gekleidet, die Männer trugen eine traditionell-moderne Spezialmischung auf, waren sich dessen aber bewusst und waren von dem Prinzip der traditionellen Authentizität (keine modernen Einflüsse im Museum / Darstellung der Kultur möglichst vor dem europäischen Einfluss) angetan.

Nach der Konzepterklärung und Beantwortung aller Fragen, also vor der wohlverdienten Mittagspause, gab es noch zwei kleine Vorführungen:

Aktivitäten und Dorfplatzbesichtigung

Nach der Mittagspause wurde der Dorfplatz des Lebenden Museums besichtigt. Bereits vier Hütten wurden errichtet. Der Platz liegt an einem hübschen Berg in einem Mopanewald, bietet aber relativ wenig Schatten, der Eingang führt an einer unschönen alten Backsteinhütte vorbei, es ist alles noch nicht wirklich ideal, aber ausbaufähig und mit etwas Arbeit kann hier ein sehr schönes Museumsdorf errichtet werden. Die Problematiken (Schatten, Hütte) wurden besprochen und folgende Lösungen gefunden: Die Backsteinhütte am Eingang kann abgerissen werden.

Der Museumsplatz selbst wird ein wenig verlagert unter einige Schattenbäume. Dazu werden noch allerlei schattenspendende Unterstände gebaut, die traditionell zur Lagerung von Getreide verwendet werden. Es wurde außerdem die Idee besprochen, eine Großhütte zu errichten, die traditionell der Hauptfrau des Stammeshäuptling gehörte. Die Errichtung einer dieser Großhütten, die sich dann signifikant von den vielen kleinen Wohnhütten der Nebenfrauen unterscheiden würde, ist in dem Film über die Ovahimba aus den 1950er Jahren von Eberhard von Koenen dokumentiert. Es wurde versprochen diesen Film zu kopieren und nach Norden zu senden.

Nach der Besichtigung des Museumsdorfes wurden mögliche Aktivitäten eines Ovahimba Museums besprochen. Zuerst wurden hier Vorschläge der Gruppe eingebracht, anschließend wurden die Vorschläge der LCFN angehört, was sehr gute Resonanz nach sich zog. Auch hier gab es eine kleine Vorführung eines Geschicklichkeitswettbewerbs zwischen zwei Männern:

Zum Schluss wurden die weiteren Schritte besprochen. Das Museumsdorf soll fertig gestellt werden und alle Kleidung, vor allem die der Männer, soll traditionalisiert werden. Anschließend sollen erste Aktivitäten möglich gemacht werden, vor allem solche, die der Komplettentwicklung des Museums dienen (Schmiede zur Herstellung von Waffen und Werkzeug / Gerberei zur Herstellung von Kleidung, etc.)

2015 - Aktionen in Deutschland
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Juhoansi

The Living Museum of the Ju/'Hoansi is Namibias first Living Museum

  • Opening: 2004
  • Culture: Hunter-Gatherer Culture of the San
  • Highlights: "Action Day" - 4 hours interesting introduction into the culture of the San
  • Setup: Many gras huts in great nature, campsite and craftshop
Grashoek Apollo

"... Our Living Museums has 76 actors at the moment. All actors are very happy with the work they are doing. The aim of our Living Museum is to develop the Grashoek community. Its is also a school where the elders teach the young people about culture..."

Apollo, Manager of the Ju/'Hoansi-San Living Museum

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Mafwe

The Living Museum of the Mafwe in the Caprivi, situated under huge Baobab trees

  • Opening: 2008
  • Culture: Bantu culture of the Mafwe, influenced especially by fishing and farming
  • Highlights: "A day together with the Mafwe" - 4 hours of interactive program
  • Setup: Kraal, several clay huts, traditional kitchen, bush campsite & craftshop
Mafwe Elizabeth

"... The Mafwe Living Museum has 38 permanent workers and 12 students at the moment. We realized that we must share our culture and the Living Museum is the right tool to do that because the Mafwe people are happy and proud about their culture! ..."

Elizabeth Madima, Manager of the Mafwe Living Museum

Visit Living Museum

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Damara

The Living Museum of the Damara close to Twyfelfontein, reconstruction of the "lost" culture of the Damara

  • Opening: 2010
  • Culture: Traditional culture of the Damara
  • Highlights: "Traditional Life" - 1 hour entertaining program
  • Setup: Kraal, several wooden huts, pharmacy, blacksmith, craftshop
Damara Hans

"... The Damara Living Museum has 30 actors and is called "Taotatide" in our language which means "we are proud of our culture". The actors are happy and very proud of their job. In the future we want to start a campsite and further improve our Living Museum..."

Hans-Bernhard, Manager of the Damara Living Museum

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LittleHunters

The Hunter's Living Museum - the only museum offering a real traditional hunt in the wilderness together with the San

  • Opening: 2010
  • Culture: Hunter-gatherer culture of the Ju/'Hoansi
  • Highlights: "3 Days in the wild" - several days intensive educational program
  • Setup: Several gras huts, campsite, craftshop
Hunters Ksamkxao

"... We have 25 actors in our museum. When the visitors come to see and understand our culture, the guests but also our children learn about the old traditions which is very important for our community. ..."

Tsamkxao, Manager of the Living Hunter's Museum

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Mbunza

The Living Museum of the Mbunza at Lake Samsitu, reconstructing the "old Africa"

  • Opening: 2012
  • Culture: Bantu culture with main focus on fishing
  • Highlights: "A Day together with the Mbunza" - 4 hours cultural program
  • Setup: Several traditional huts inside a large traditional village, kitchen, blacksmith, craft shop
Mbunza Sebron

"... Our Living Museum which has 25 people is a good tool to let people understand the value of our culture, where we come from and where we can go. We are proud of our culture and are happy to learn about people from all over the world who are visiting us. ..."

Sebron Ruben, Manager of the Mbunza Living Museum

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Ovahimba

The Living Museum of the Ovahimba north of Opuwo in the Kaokoveld

  • Opening: 2016
  • Culture: Unique semi-nomadic Bantu culture
  • Highlights: 5 hours "Spend a day with us" program
  • Setup: Large homestead including main hut, holy fire, life stock kraal
Ovahimba John

"... We have 32 actors in our museum. We were able to discover the old and lost traditional Ovahimba culture. The Living Museum is very succesful and the actors are benefitting from it directly and indirectly thorugh the selling of crafts very much ..."

John, Manager of the Ovahimba Living Museum

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Juhoansi

Das Lebende Museum der Ju/'Hoansi - Namibias erstes Lebendes Museum

  • Eröffnung: 2004
  • Kultur: Jäger- und Sammler-Kultur der San
  • Höhepunkte: "Action Day" - 4 Stunden intensives Kennenlernen der faszinierenden Kultur
  • Setup: Mehrere Grashütten, Campingplatz, Craftshop
Grashoek Apollo

"... Unser Lebendes Museum hat 76 Akteure im Moment. Alle Leute sind zufrieden mit der Arbeit im Museum. Das Ziel unseres Museums ist es, die Gemeinschaft in Grashoek zu entwickeln. Daneben ist es eine Schule, wo die Ältesten die Jungen unterrichten..."

Apollo, Manager des Lebenden Museums

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Mafwe

Das Lebende Museum der Mafwe im Caprivi unter Baobabbäumen

  • Eröffnung: 2008
  • Kultur: Fischerei- und Farmerkultur der Mafwe
  • Höhepunkte: "Ein Tag zusammen mit den Mafwe " - 4 Stunden interaktives Programm
  • Setup: Kraal, Mehrere traditionelle Lehmhütten, traditionelle Küche, Busch-Campingplatz, Craftshop
Mafwe Elizabeth

"... Das Mafwe Museum hat 38 permanent angestellte Aktuere und 12 Studenten im Moment. Wir haben verstanden, dass wir unsere traditionalle Kultur teilen müssen und das Lebende Museum ist der richtige Ansatz dafür, weil die Mafwe stolz auf ihre Kultur sind!..."

Elizabeth Madima, Manager des Mafwe Living Museum

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Damara

Das Lebende Museum der Damara bei Twyfelfontein - Rekonstruktion der "verlorenen" Damara Kultur

  • Eröffnung: 2010
  • Kultur: Jäger- und Sammlerkultur der Damara
  • Höhepunkte: "Traditionelles Leben" - 1 Stunde kurzweiliges Programm
  • Setup: Kraal, Mehrere traditionelle Hütten, Apotheke, Schmiede, Craftshop
Damara Hans

"... Das Damara Museum hat 30 Akteure. Wir nennen es "Taotatide" in unserer Sprache, was soviel bedeutet wie "Wir sind stolz auf unsere Kultur". Die Akteure sind glücklich und stolz auf ihre Arbeit. Für die Zukunft planen wir einen Campingplatz und weitere Verbesserungen im Museum..."

Hans-Bernhard, Manager des Damara Living Museum

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LittleHunters

Als einziges Museum bietet das Little Hunter's Museum die Möglichkeit zu einer traditionellen Jagd

  • Eröffnung: 2010
  • Kultur: Jäger- und Sammlerkultur der San
  • Höhepunkte: "3 Tage in der Wildnis" - mehrtägiges, intensives Kennenlern-Programm
  • Setup: Mehrere Grashütten, Campingplatz, Craftshop
Hunters Ksamkxao

"... Wir haben 25 Akteure in unserem Museum. Wenn die Besucher kommen, um unsere Kultur zu sehen und zu verstehen, lernen die Gäste über unsere alten Traditionen, aber auch unsere Kinder, was sehr wichtig für unsere Gemeinschaft ist. ..."

Tsamkxao, Manager des Living Hunter's Museum

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Mbunza

Das Lebende Museum der Mbunza am Samsitu See, das alte Afrika am Okavango rekonstruiert

  • Eröffnung: 2012
  • Kultur: Bantukultur mit Schwerpunkt Fischerei
  • Höhepunkte: "Ein Tag mit den Mbunza" - 4 Stunden Intensiv-Programm
  • Setup: Mehrere traditionelle Hütten im Kraal, Küche, Werkstätten, Schmiede, Craftshop
Mbunza Sebron

"... Unser Lebendes Museum, bei welchem 25 Leute arbeiten, ist eine gute Möglichkeit, den Besuchern den Wert unserer Kultur zu verdeutlichen, woher die Mbunza kommen und wohin sie gehen. Wir sind stolz auf unsere Kultur und auch glücklich etwas über die Besucher aus aller Welt zu lernen..."

Sebron Ruben, Manager des Mbunza Living Museum

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Ovahimba

Das Lebende Museum der Ovahimba nördlich von Opuwo

  • Eröffnung: 2016
  • Kultur: Einzigartige halbnomadische Bantukultur
  • Höhepunkte: 5 Stunden Ganztagsprogramm
  • Setup: Großes Gehöft inklusive Hauptfrauenhütte, Heiliges Feuer, Viehkraal
Ovahimba John

"... Wir haben 32 Akteure in unserem Museum. Wir haben es geschafft, die alte Ovahimbakultur wiederzubeleben. Das Lebende Museum ist sehr erfolgreich und die Akteure profitieren direkt und indirekt, zum Beispiel durch Schmuckverkauf..."

John, Manager des Ovahimba Living Museum

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