By Dr. Ralf Kühn on Freitag, 10. März 2017
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Ende Februar hatte ich erneut Gelegenheit mit Freunden aus Deutschland  das Museum der Mbunza unweit von Rundu zu besuchen. Seit der Eröffnung im Jahre 2012 war ich nun zum dritten Mal im Museum. Mir fiel sofort auf, wie geordnet der Besuch inzwischen organisiert ist, wie sehr sich Sebron Ruben und die Mitarbeiter des Museums bemühen, Wissen zu vermitteln und in den Bereichen des Lebenden Museums wirklich das Spezifische der Volksgruppe der Mbunza am Okavango zu zeigen.

Das Programm war sehr vielseitig, interessant und mit viel Engagement der im Museumsdorf tätigen Angestellten vorgetragen worden. Sebron als souveräner Guide und Ansprechpartner konnte nicht nur alle Fragen zur Herkunft, Sprache, zu Familientraditionen der Mbunza, zu Hüttenbau und Dorfstruktur erklären, er sprach auch stolz von der kulturellen Wirkung und dem Bekanntheitsgrad des Museums regional und überregional und in der Tourismusbranche. So seien 2016 über 1500 Besucher (Schulklassen, Einheimische, Tagestouristen, Lodgebesucher) im Museum gewesen.

Die Einnahmen hätten erheblich zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in der Familien der Museumsmitarbeiter geführt. Nach den starken Regenfällen im Februar war die Anreise mit dem Auto zum Museum allerdings sehr beschwerlich. Hier bat Sebron um Hilfe, den 4 km langen Weg auszubessern. Eine aufwendige Aufgabe, die möglicherweise mit der örtlichen Verwaltung und der Hakusembe-Lodge abgesprochen werden müsste. Ein weiterer Hinweis der Museumsmitarbeiter war das Fehlen einer Übersichtstafel am Eingang des Museums. Das alte Rezeptionsschild hat den Regenfällen nicht stand gehalten.

Hier habe ich Sepron Unterstützung von der LCFN zugesagt, damit den Besuchern am Eingang des Museums ein Überblick und allgemeine Informationen über die Mbunza  in Englischer und Deutscher Sprache als "Einstimmung "gegeben seien. Toll war auch das gemeinsame Singen und Tanzen und die herzliche Verabschiedung. Ich versprach bald wiederzukommen und verließ das Museum mit dem sehr guten Gefühl, das diese Kulturinsel am Okavango sich sehr gut entwickelt.

Dr- Ralf Kühn aus Tangermünde,
Vorstand Living Culture Namibia e.V.

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